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Sebastian Häger
Lichtcollagen



Sebastian Häger

In seinen Arbeiten dekonstruiert und dekontextualisiert Sebastian Häger die visuelle Botschaftswelt der Lifestyle -und Fashionindustrie.
Seine Lichtcollagen zeigen die bizarre und verborgene Zwischenwelt, die sich in den Schichten von Papier verbirgt.


"Ich verlasse mein Haus, dem Fußweg rechts folgend, so wie an jedem anderen Tag auch und komme an einer Kreuzung an. Die Sonne scheint, Menschen kommen und ziehen vorüber. Ich warte auf das Umschalten der Ampel und die steigende Sonne bricht sich über einem abgewinkelten Dachfirst, sie schneidet den Raum diagonal in zwei Hälften. Das Oben ist fast vollständig illuminiert und die Fassaden wirken so, als wären ihre Spitzen stellenweise vom Licht hinweggesprengt. Es ist ein Szenario aus unwirklichen, sich im Lichtspiel ständig wandelnden architektonischen Skeletten, das sich in meinem Rücken abspielt. Die Shopping-Etage gebärdet sich in kontrastarmen grau und die einzelnen Architektur- und Bewegungskonturen gehen nahtlos ineinander über. Sobald sich wahrnehmbare Figuren aus diesem Dunst herausschälen werden sie Teil dieses Spektakels, ihre Projektionen werden vom Licht durch die Schaufenster geworfen, brechen sich über Tischkanten, minialisieren sich in Gläsern- werden zu kaum wahrnehmbaren temporären Episoden ihres Zusammenspiels mit Licht, Raum und dessen Elementen - zu einer Collage die zu kurz ist, um sie in der Bewegung wahrzunehmen.

Für diese Welt aus flüssigen, autopoietischen Texturlandschaften ist die Bewegung aber elementarer Bestandteil. Ich habe eine Weise gefunden, die Zeit kurz anzuhalten und diese verspielte Welt, die sich dahinter verbirgt, abzubilden."
Sebastian Häger, 2017

Kurzbiografie

Sebastian Häger *1979 lebt und arbeitet in Berlin.

Zwischen 2009 und 2015 studierte er an der Universität der Künste Berlin und seine Arbeiten waren regelmäßig, beim jährlich stattfindenden UdK-Rundgang vertreten.

2015 verließ er die UdK mit dem Master of Arts und der studienbegleitenden Weiterbildung zum Kurator an deren Career Center.
Zwischen 2006 und 2009 war er Teil eines Künstlerkollektivs, das temporär in der ehemaligen Kindl-Brauerei in Neukölln wirkte.

Er agiert an der Schnittstelle von künstlerischer und kuratorischer Praxis.

Seit 2016 ist er als Assistent für Stadtkultur und Kunst im Stadtraum für den Bezirk Berlin Mitte tätig.
Er ist Programmkoordinator und Co-Kurator der Ausstellungsreihe statement&dialogue für die Ruine der Franziskaner Klosterkirche.


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